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Candidate Journey: Die Reise Ihres Bewerbers

Candidate Journey kommt aus dem Englischen und bedeutet Kandidatenreise. Diese beschreibt alle Kontaktpunkte zwischen einem Bewerber und dem Unternehmen. Angefangen bei der Jobsuche, über Ihre Stellenanzeige bis hin zur Einstellung.

Warum die Candidate Journey so wichtig ist? Weil die Nutzerfreundlichkeit Ihrer Bewerbungsprozesse darüber entscheidet, ob ein Kandidat sich wirklich bewirbt oder vorher schon abspringt.

Die Candidate Journey ist eng mit der Candidate Experience verknüpft: Der Erfahrung des Kandidaten, die er während der Bewerbungsphase mit Ihrem Unternehmen macht. Im Folgenden zeigen wir Ihnen nicht nur die verschiedenen Phasen der Candidate Journey, sondern verknüpfen diese auch mit den Erfahrungen des Kandidaten.

Auf diese Weise können Sie sich in Ihren potentiellen Bewerber versetzen und vorhandene Schwachstellen erkennen und beheben. Dadurch können Sie Ihrem Kandidaten zukünftig ein positives Erlebnis ermöglichen.

Erste Phase der Candidate Journey: Aufmerksamkeit

An erster Stelle steht die Aufmerksamkeit: Der aktive Bewerber macht sich auf die Suche nach Stellenangeboten. Der passive Bewerber wird dagegen über eine Kampagne auf Ihre offene Stelle aufmerksam gemacht.

Damit ein Bewerber nicht schon am ersten Kontaktpunkt das Interesse verliert, muss Ihre ausgeschriebene Stelle bzw. die dazugehörige Kampagne entsprechend attraktiv gestaltet sein. Hier zählen vor allem Inhalte!

Verwenden Sie den richtigen Jobtitel? Verzichten Sie auf fantasievolle Jobbezeichnungen, die zwar verheißungsvoll klingen, nach denen aber niemand sucht. Deswegen ist die Candidate Journey so hilfreich: Nach welchem Jobtitel sucht Ihr Wunschkandidat? Das ist entscheidend, wenn Sie gefunden werden wollen.  

Beschreiben Sie außerdem so genau wie möglich, worum es bei Ihrer Stelle geht und wie das Anforderungsprofil aussieht. Attraktivität meint bei einer Stellenanzeige vor allem Glaubwürdigkeit. Je klarer und zielgerichteter Ihre Stelle ausgeschrieben ist, desto mehr passende Kandidaten werden sich bei Ihnen bewerben. Melden sich auf Ihre Stellenanzeige jedoch nur unpassende Kandidaten, dann sollten Sie dringend den Inhalt Ihrer Stellenanzeige überprüfen und gegebenenfalls anpassen.  

Zweite Phase der Candidate Journey: Recherche

Der zweite Kontaktpunkt zwischen Kandidat und Unternehmen ist die Recherche. Der Kandidat ist interessiert an Ihrer offenen Stelle. Deswegen informiert er sich jetzt über Ihr Unternehmen. Er möchte schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat.

Die erste Frage, die Sie sich beantworten sollten: Verfügt Ihre Karriere-Website über ein Responsive Webdesign? Immer mehr Kandidaten suchen über das Smartphone nach offenen Stellen. Ihre Karriere-Website sollte also mobiloptimiert sein.

Und wie sieht es inhaltlich mit Ihrer Website aus: Findet der Kandidat hier alle nötigen Informationen über Ihr Unternehmen? Wer Sie sind und was Sie auszeichnet? Kann er sich bei Fragen ohne große Umstände an Sie wenden? Wie übersichtlich ist Ihre Website gestaltet?

Als nächstes werden Ihre Kanäle in den Sozialen Medien durchforstet. Kandidaten suchen dort gezielt nach Informationen, weil sie sich echte Unternehmenseinblicke erhoffen.

Bei all den Inhalten, die Sie als Unternehmen auf Ihrer Website und in den Sozialen Medien präsentieren, handelt es sich auch immer um Employer Branding (Arbeitgebermarkenbildung). Dieses ist eng mit der Candidate Journey verknüpft. Je authentischer Ihr Auftritt als Unternehmensmarke ist, desto positiver wird auch die Kandidatenreise ausfallen.

Um einen finalen Eindruck zu bekommen, greifen viele Kandidaten auch auf Jobbewertungsportale zurück. Wissen Sie, welche Bewertungen Mitarbeiter und Ehemalige über Ihr Unternehmen abgegeben haben? Setzen Sie sich damit auseinander und nehmen Sie Kritik ernst. Nur wenn Sie über eine gute Reputation verfügen, wird sich Ihr Kandidat im nächsten Schritt in einen Bewerber verwandeln.

Dritte Phase der Candidate Journey: Bewerbung

Geschafft, denken Sie jetzt! Der Kandidat ist endlich zum Bewerber geworden – oder etwa nicht? Das ist nämlich die entscheidende Frage. Hiermit sind wir beim dritten Kontaktpunkt angelangt: Der Bewerbung.  

Wie einfach wird es Ihrem Bewerber gemacht? Muss er sich extra anmelden, unnötige Formulare ausfüllen und sich ein kompliziertes Passwort ausdenken? Nein danke, wird da Ihr Kandidat sagen, und die Bewerbung abbrechen.

Der Bewerbungsprozess gibt dem Kandidaten einen ersten Eindruck von Ihrem Unternehmen. Daraus wird er seine Rückschlüsse ziehen. Niemand will sich bei einem unprofessionellen Unternehmen bewerben und schon gar nicht dort arbeiten.  

Vierte Phase der Candidate Journey: Vorstellungsgespräch

Bis es zu einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch kommt, müssen noch folgende Fragen geklärt werden: Wie zeitnah reagieren Sie auf die Bewerbung? Tatsächlich wünschen sich viele Bewerber bereits innerhalb einer Woche eine Rückmeldung. Und wie zeitnah ist das Vorstellungsgespräch angesetzt? Lassen Sie hier zu viel Zeit verstreichen, siedelt Ihr Bewerber zur Konkurrenz über, die dann wahrscheinlich schneller reagiert hat.

Kommt es zum Vorstellungsgespräch: Seien Sie vorbereitet. Setzen Sie sich im Vorhinein mit Ihrem Bewerber und seinen Qualifizierungen auseinander. Das zeigt nicht nur Interesse, sondern auch Wertschätzung. Nur wenn Sie sich kompetent zeigen, wird sich Ihr Gegenüber ernst genommen fühlen.

Ein großes Problem vieler Unternehmen sind zu lange Entscheidungswege und zu langsame Prozesse. Nur können Sie sich das heute nicht mehr leisten. Es gibt zu viele offene Stellen, aber zu wenige Bewerber. Wollen Sie Ihre vakanten Stellen möglichst schnell besetzen, müssen Sie schnell reagieren und auch agieren können.

Fünfte Phase der Candidate Journey: Einstellung

Es ist geschafft: Der Bewerber wird eingestellt und ist zum Mitarbeiter geworden. Die Kandidatenreise hat also ein gutes Ende gefunden. Allerdings liegt es jetzt auch an Ihnen, dass der neu gewonnene Mitarbeiter sich gut einfindet. Sorgen Sie für ein gutes Onboarding sowie eine schnelle Integration ins Team. Sie wollen nicht nur einen neuen Mitarbeiter, sondern vor allem einen, der auch längerfristig bei Ihnen bleibt.

Befragen Sie Ihren neuen Mitarbeiter auch hinsichtlich der Candidate Journey. Er wird Ihnen das beste Feedback geben können, damit Sie es in Zukunft noch besser und professioneller angehen können – und somit der Konkurrenz einen Schritt voraus sind.

Fazit

Je positiver die Candidate Journey bei Ihrem Kandidaten ausfällt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für einen Bewerbungsabbruch. Gerade wenn Ihre vakante Stelle in die Kategorie Fachkräftemangel fällt, können Sie sich eine negative Candidate Experience nicht erlauben. Gesuchte Fachkräfte wissen um ihren Marktwert und können entsprechend wählerisch sein – im Gegensatz zu Ihnen.

Helfen Sie Ihrem Kandidaten, helfen Sie vor allem Ihrem Unternehmen. Gehen Sie alle Punkte Schritt für Schritt durch und bleiben Sie dabei in der Rolle des Bewerbers. Sie werden Schwachstellen finden, vielleicht aber auch neue Ideen haben. Mit einer angenehmen Candidate Journey baut Ihr Kandidat bereits eine emotionale Bindung zu Ihrem Unternehmen auf! Vereinfachen Sie Ihre externen und internen Prozesse, werden Sie Ihre Abbruchquote stark verringern können.

Und zu guter Letzt: Was Sie nach außen transportieren, sollten Sie auch im Innen leben! Es bringt nichts, wenn Sie zahlreiche Mitarbeiter gewinnen und diese am Ende wieder kündigen, weil Sie Ihre Versprechen nicht einlösen konnten.

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